Wer für ein Wochenende oder länger in der Schweiz unterwegs ist, merkt schnell, dass zwei praktische Fragen den Tagesablauf beeinflussen: Was ist am Sonntag tatsächlich geöffnet, und braucht man noch Bargeld? Die kurze Antwort lautet: Kartenzahlung ist sehr weit verbreitet, der Schweizer Franken bleibt die Landeswährung, und sonntags sind viele gewöhnliche Geschäfte geschlossen. Gleichzeitig gibt es wichtige Ausnahmen, besonders an Bahnhöfen, Flughäfen und Tankstellen.
Der schnelle Überblick
| Frage | Praktische Antwort |
|---|---|
| Währung | Schweizer Franken (CHF) |
| Karten | Kredit- und Debitkarten werden laut Schweiz Tourismus fast überall akzeptiert |
| Kontaktlos | Apple Pay und Google Pay sind verbreitete zusätzliche Optionen |
| Sonntag | Viele normale Geschäfte geschlossen; wichtige Ausnahmen an Bahnhöfen, Flughäfen und Tankstellen |
| Trinkgeld | Nicht verpflichtend; in Restaurants wird häufig aufgerundet oder etwa zehn Prozent gegeben |
Welche Öffnungszeiten sind typisch?
Schweiz Tourismus nennt als allgemeine Orientierung für viele Geschäfte Montag bis Freitag etwa 9:00 bis 18:30 Uhr und Samstag etwa 9:00 bis 17:00 Uhr. Das sind keine garantierten Zeiten für jedes Geschäft. Einkaufszentren, Innenstädte, kleinere Orte und einzelne Kantone können abweichen.
Für Reisende ist deshalb die konkrete Filiale wichtiger als eine allgemeine Regel. Wer am späten Samstag noch Lebensmittel, Medikamente oder Reisebedarf benötigt, sollte die Öffnungszeiten am selben Tag prüfen.
Was ist am Sonntag offen?
Viele gewöhnliche Läden bleiben sonntags geschlossen. Eine besonders wichtige Ausnahme sind Shops an grossen Bahnhöfen, Flughäfen und Tankstellen. Dadurch ist ein Sonntag in Zürich, Basel, Bern, Genf oder Lausanne nicht automatisch ein Problem, aber die Auswahl ist anders als an einem Werktag.
Für einen geplanten Shopping-Tag ist Samstag meist die sicherere Wahl. Für Lebensmittel und Reisebedarf können Bahnhofslagen am Sonntag dagegen sehr praktisch sein.
CHF oder Euro?
Die Landeswährung ist der Schweizer Franken. Schweiz Tourismus weist darauf hin, dass in vielen touristischen Betrieben und Geschäften auch Euro akzeptiert werden können. Das sollte aber nicht als allgemeiner Anspruch verstanden werden, und Wechselgeld wird häufig in Franken ausgegeben.
Für eine transparente Abrechnung ist es meist einfacher, in CHF zu zahlen oder eine Karte zu verwenden. Bei Karten aus dem Ausland lohnt sich ein Blick auf Fremdwährungs- und Umrechnungsgebühren der eigenen Bank.
Braucht man Bargeld?
Kredit- und Debitkarten werden nach Angaben von Schweiz Tourismus fast überall akzeptiert. Bargeld bleibt dennoch nützlich: für kleine Ausgaben, einzelne Automaten, Märkte, sehr kleine Betriebe oder einfach als Reserve, wenn ein Terminal ausfällt.
Eine vernünftige Reiseplanung ist daher nicht „nur Bargeld“ oder „gar kein Bargeld“, sondern Karte als Hauptzahlungsmittel plus eine kleine CHF-Reserve.
Kontaktlos bezahlen
Neben physischen Karten nennt Schweiz Tourismus Apple Pay und Google Pay als kontaktlose Möglichkeiten. Ob ein konkretes Terminal oder eine ausländische Karte funktioniert, hängt trotzdem vom Anbieter und der Bank ab.
Trinkgeld in Restaurant und Café
Trinkgeld ist in der Schweiz nicht verpflichtend. Schweiz Tourismus beschreibt es dennoch als üblich, in vielen Restaurants ungefähr zehn Prozent zu geben oder auf einen runden Betrag aufzurunden. Das ist eine soziale Gewohnheit, keine feste Zusatzgebühr.
Bei normalem Service genügt es daher, bewusst zu entscheiden, statt automatisch einen Prozentsatz anzunehmen.
Banken und Geldwechsel
Bankfilialen haben deutlich kürzere Zeiten als Geschäfte und sind am Wochenende typischerweise keine zuverlässige Lösung. An Flughäfen und grossen Bahnhöfen gibt es jedoch Wechselmöglichkeiten. Für die meisten Besucher ist ein Geldautomat oder Kartenzahlung einfacher.
Was sollte man am Samstag erledigen?
- grössere Lebensmitteleinkäufe für eine Ferienwohnung;
- spezielle Produkte, die nicht in Bahnhofsshops erhältlich sind;
- Apothekenbedarf, sofern keine Notfallapotheke eingeplant ist;
- grössere Shopping-Runden in normalen Innenstadtgeschäften.
Was funktioniert sonntags meist besser?
- Bahnhofsshops und Flughafenläden;
- Restaurants, Cafés und touristische Angebote nach deren eigenen Zeiten;
- Tankstellenshops und Reisebedarf;
- Ausflüge, Museen und Naturaktivitäten, sofern separat geöffnet.
Fazit
Die Schweiz ist beim Bezahlen unkomplizierter als ihr Ruf als Bargeldland vermuten lässt: Karten sind sehr weit verbreitet, CHF bleibt aber die klare Referenzwährung. Der grössere Planungsfaktor ist der Sonntag. Wer grössere Einkäufe auf Samstag legt und die Ausnahmen an Bahnhöfen und Flughäfen kennt, vermeidet die meisten Überraschungen.
Aktuelle Grundlagen findest du bei Schweiz Tourismus zu Öffnungszeiten und bei Schweiz Tourismus zu Karten und Zahlungsmitteln.
Weitere lokale Alltagsguides findest du in Leben.




